Marionetten-Mann

Es war einmal ein Marionetten-Mann
Aus bloßem Holz mit Messing-Schrauben dran
Der war sehr traurig, wollte lieber sterben
Als ein Leben lang an Fäden gezogen werden

Den ganzen Tag lag er oft nutzlos rum
Nur manchmal abends durfte er was tun
Doch dann mußt' er in fremde Kleider schlüpfen
In dummen Rollen über die Bühne hüpfen

Armer Marionetten-Mann
Der sich nicht selbst gehören kann
Träumst von der Schere, die dich befreit
Doch diese Fäden sind deine Wirklichkeit

Ich denk' an dich, du Marionetten-Mann
Wenn ich mich selbst nicht mehr verstehen kann
Und Sachen sag' und Dinge tu', die ich nicht fühle
An unsichtbaren Fäden fremde Rollen spiele

Armer Marionetten-Mann ...
Deine Wirklichkeit